Friedrich Noack (1858-1930)

Die systematische Zettelkartei des deutschen Journalisten und Kunsthistorikers Friedrich Noack (1858–1930) umfaßt über 18.000 handschriftlich (zum großen Teil in alter Stenographie, System Gabelsberger) angelegte Zettel mit über 11.000 Einträgen zu in Rom tätigen Künstlern (inkl. Archivauszüge, Zeitungsartikel usw.). Das im Archiv Bibliotheca Hertziana aufbewahrte Material wurde 2006 digitalisiert und nach Künstlernamen erschlossen.

Friedrich Noack wurde am 20. April 1858 in Gießen geboren und entstammte einer Darmstädter Künstler- und Gelehrtenfamilie, der u. a. der Kupferstecher Wilhelm Noack (1800-1833) und der hessische Hofmaler Christian Carl August Noack (1822-1905) angehörten. Sein Vater war der evangelische Theologe, Philosoph, Bibliothekar und Gymnasialprofessor Ludwig Noack (1819-1885).

Noack verfaßte zahlreiche Artikel, u. a. für das Künstlerlexikon von Thieme und Becker, und mehrere Bücher über das Leben deutscher Künstler in Rom. Als Schriftsteller verwendete er das Pseudonym „F. Idus“. Er war auch selbst künstlerisch tätig und illustrierte eine eigenhändige Übersetzung von Sebastian Brants „Narrenschiff“ (Düsseldorf 1886).

Werke: Deutsches Leben in Rom 1700 bis 1900, Stuttgart 1907; Das Deutsche Rom, Rom 1912; Das Deutschtum in Rom seit dem Ausgang des Mittelalters, 2 Bde., Stuttgart 1927.